Interview mit dem Gründer: Django Ramseyer

Wann hast Du angefangen, Cannabis (Hanf) anzubauen?

Als ich 13 Jahre alt war, fing ich damit an, denn ich fand heraus, dass es eine großartige Medizin gegen meine mittlerweile chronische Epilepsie war. Cannabis zu mir zu nehmen, hatte einen guten Effekt bei mir, die epileptischen Anfälle wurden weniger und weniger stark. Sobald ich konnte, fing ich dann an, mein eigenes Cannabis anzubauen, um mich so behandeln zu können.

Mit wem hast Du angefangen?

Mit meinem Vater fing ich an Cannabis zu kultivieren.

Woher kommt Deine Liebe für Cannabis?

Cannabis ist eine Heilige Pflanze.
Es hat mir in meinem Leben viel geholfen. Wie ich schon sagte, mit 13 konnte ich mich, Dank der Wirkung dieser Pflanze, endlich wieder wie ein normales Kind fühlen und ein aktives Leben führen. Ich fühlte mich verpflichtet einen Weg zu finden, meine eigene Medizin anzubauen: ein Kampf gegen das System, gegen Verbote, Vorurteile und Tabus. In vielen Teilen der Welt ist es immer noch eine illegale Pflanze, vor allem wegen situationsbedingter Interessen.

Seitdem ich herausgefunden habe, was für eine großartige Medizin es für mich war, baue ich Cannabis an, habe es zu meiner Leidenschaft gemacht, zu meiner Hauptlebensaufgabe.

Wie hast Du die therapeutische Wirkung von Hanf entdeckt?

Ich entdeckte die therapeutischen Effekte tatsächlich an mir selbst. Als Kind, besser als Teenager: Ich war ein stinknormales Kind, das neue Erfahren machen wollte. “Lass uns einen Joint rauchen! Lass es uns ausprobieren!” Und schon fand ich zufällig heraus, was für ein Segen Gras für mich war.

Ich hatte einen epileptischen Anfall alle zwei Tage, aber mit dem Gebrauch von Gras, wurden sie langsam weniger: einmal die Woche, alle zwei Wochen, einmal im Monat usw.…, verstehst Du?! Wenn es Dir ziemlich schlecht ging, und dann dadurch wieder so gut… Kannst Du natürlich nur weiter machen und voll darin aufgehen.

Wie kann Hanf den Menschen und unserem Planeten helfen?

Nun, Hanf kann den meisten Menschen helfen, die an Krankheiten des Nervensystems leiden. Von Epilepsie zu Multiple Sklerose und Angstzuständen….es könnte so vielen Menschen helfen! Ehrlich gesagt, man findet ständig mehr heraus. Da wird noch vieles kommen. Diese Pflanze war so lange verboten und in die Ecke gedrängt, dass wir die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten heutzutage sozusagen wiederentdecken. Hanf hat 140 Cannabinoide, also 140 verschiedene Moleküle…

Ich glaube, wir haben bisher davon nur ca. 20 bis 25 isolieren können. Das ist nur die Spitze des Eisberges für die Forschung, verstehst Du?! Es gibt bereits erhebliche Forschungsarbeit darüber. Allerdings nur über diese Cannabinoide, es gibt noch so viel mehr herauszufinden. Es wird ein langer Weg sein, um alles zu verstehen. Es sind immer noch 120 Cannabinoide übrig, über die es alles zu entdecken gibt. Dabei meine ich nicht mehr Hypothesen, sondern reale und relevante Wirkungen von Hanf. Es ist noch ein langer, langer, sehr langer Weg zu gehen.

Für den Planeten? Nun, Hanf (also ein Hektar Hanf), nachdem es eine Höhe von einem Meter erreicht hat, produziert mehr Sauerstoff als der Regenwald.

Es filtert Schwermetalle aus Pflanzen und Feldern, wusstest Du das? Ich rede von Land in einem schlechten Zustand, dass wiederhergestellt werden soll. Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür ist Tschernobyl: Innerhalb der letzten 10 Jahre wurde Hanf auf dem radioaktiven Land angebaut. Es ist richtig gut; es funktioniert erstaunlich.

Es wurde Forschung darüber betrieben, aber nicht viele reden darüber (offensichtlich). Im Gegenteil, es ist etwas, was man versucht hat, die letzten 70 Jahre zu verbieten… Aber nun ja, diese Information kommen langsam ans Licht.

Hanf ist eine große Sache, eine heilige Pflanze. Darum ist es verboten, es ist einfach zu gut.

Wusstest Du, dass Du und ich, ganz normale Leute, Hanf anbauen können, ohne den herkömmlichen Weg der Industrialisierung folgen zu müssen. Das ist die Angst großer Konzerne, die dagegen arbeiten. Es kann ganz einfach von jedermann angebaut werden.

Welcher Methode zur Kultivierung verfolgst Du und warum?

Wir arbeiten nach biologisch-organischen Prinzipien. Dabei respektieren wir alles, was uns umgibt. Wir wollen bewusst arbeiten, in Respekt zu Mutter Natur/Erde, als Beispiel für andere. Das ist unser Weg, um ein Qualitätsprodukt zu liefern, die Standards hochzuhalten und in Harmonie mit der Natur zu sein.

Hat sich dies innerhalb der letzten Jahre verändert? Und wie ist es, in einer solchen Züchter-Gemeinschaft zu arbeiten?

Ja, es ist ein ständiger evolutionärer Prozess, bei dem neue inspirative Wege eingebracht werden. Eines der Grundwerte in unserem Team ist es, Ideen auszutauschen, beispielsweise alternative Wege zur Herstellung von Düngemittel zu finden, die wir in der Nähe unserer Felder finden, alles in Harmonie mit Natur und Umwelt.

Wo befinden sich die Felder?

Unsere Felder sind in Italien: in Reggio Emilia, Viareggio, Sardinien und Cremona.

Wie funktioniert die Extraktion der Öle?

Für den Extraktionsprozess benutzen wir CO2, um die sauberste und reinste Extraktion der Pflanze während des gesamten Prozesses zu garantieren. Außerdem verfolgen wir den Prozess der Mazeration (Auslaugen) – dies ist jedoch im Anfangsstadium, wir arbeiten hart an der Verbesserung und erforschen dabei den bestmöglichen Weg zur Herstellung eines ausgezeichneten Produktes.

Als letztes der Destillationsprozess – wir destillieren unsere Öle bis wir den niedrigst möglichen THC-Gehalt bekommen, aber dabei das volle Spektrum der Cannabinoide erhalten.

Was denkst Du über Cannabis? Und über CBD?

Cannabis ist eine unglaubliche Pflanze, die seit Jahrhunderten, ich würde sogar sagen, seit Jahrtausenden, von Menschen und Völkern genutzt wurde. Es ist kein Wunder, dass es verboten ist, es ist einfach zu gut. Aber ich hoffe, wir können so viel wie möglich produzieren.

CBD ist eine der großartigsten Entdeckung der letzten 20 Jahre, besonders für Menschen, die keine berauschende Wirkung durch THC möchten. Ich habe das Gefühl, es könnte der Beginn einer neuen Ära sein, einer ganz neuen Realität. Denn bisher wurde es mit Drogen, Euphorie und Spaß verbunden, aber es ist viel mehr, Cannabis ist Medizin.

Endlich bewegen wir uns in die richtige Richtung und stufen Cannabis als Medizin ein- ein viel konkreterer, echterer, gesünderer und bewussterer Gebrauch ist möglich.

Was genießt Du am meisten während des Kultivierung-Prozesses?

Am meisten genieße ich es, den Pflanzen zuzuschauen, eine Evolution von einem kleinen Samen in eine lebendige Pflanze. Ich begleite sie, wie kleine Babys.

Ich bin total begeistert von den Pflanzen. Ich liebe es, sie wachsen zu sehen: wie sie der Sonne entgegenstreben, wie ihre Knospen aufplatzen, wie sie blühen, wie sie sich verwandeln…, der Duft und die Kraft, die sie haben. Ich genieße außerdem, was man aus ihnen extrahieren kann, das Harz, die Kristalle. Es ist, als sehe man einen roten, saftigen, köstlichen Apfel aus einem Samen wachsen, aus dem Du dann Saft oder Apfelkuchen machen kannst – ein wahres Wunder, nicht wahr?

Wie hast Du CBD Alchemy ins Leben gerufen? (Was sind die Wurzeln von CBD Alchemy?)

CBD Alchemy ist aus einem Traum geboren.
Zwischen 1996 und 2003 habe ich legal in der Schweiz angebaut. Dann wurde es verboten, ich musste sogar fliehen… Aber es war immer mein Traum eine große Cannabis-Farm zu haben. Und Du musst Deinen Träumen folgen – das habe ich getan.

Als CBD dann zwischen 2016 und 2017 sein Comeback hatte, eröffnete ich die erste Version von CBD Alchemy in Spanien, um meine grüne Revolution, als Beitrag einer weltweiten Revolution, zu starten. Ich möchte Menschen, die Wirkung und Vorteile nahe bringen, alle Informationen darüber verbreiten und sie jedermann zugänglich machen. Das ist meine Chance und ich nutze sie. Es geht schneller, als ich dachte (lacht). Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg.

Wie läuft der Laden?

Der Laden läuft gut, wenn man bedenkt, dass wir uns in einer globalen Pandemie befinden. Jeder muss den Gürtel enger schnallen…, aber so weit läuft es großartig.

Es kommen viele Ortsansässige zu uns. Sie lieben den Laden und es gefällt ihnen, ein gutes CBD Produkt zu bekommen. Wir haben ein breitgefächertes Publikum, jeder ist willkommen bei uns. Ich könnte also nicht glücklicher sein.

Was sind Deine Pläne für die Zukunft den Anbau betreffend?

Ja, wir haben große Pläne für die Zukunft.
Erst kürzlich haben wir alle Bio-Zertifikate, für alle Pflanzen, die Lagerhäuser und den Extraktionsprozess, bekommen. In diese Richtung wollen wir uns weiter bewegen.
Wir überlegen, unsere Produktion in den nächsten Jahren zu verdreifachen. Unser Ziel ist es, unseren Anbau mehr in die pharmazeutische Richtung zu lenken und ausschließlich nach den Qualitätsrichtlinien der GACP (Good Agricultural and Collection Practice – Gute Praxis für die Sammlung und Anbau von Arzneipflanzen) anzubauen.
Wir arbeiten Schritt für Schritt, langsam und beständig – es braucht Zeit, um das Beste herauszuholen. Aber wir wachsen bereits und es soll noch mehr werden, da die Pflanze immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit rückt. Es gibt bereits einen großen Markt und die Pflanze hat so viel Potenzial.

CBD Alchemy ist ein lebendiges Projekt, wir sind ständig auf der Suche nach Innovationen und neuen Methoden und folgen dabei unserem Weg – ohne Zweifel, wir haben starke und gesunde Wurzeln.

Was sind die Zukunftspläne für das Geschäft?

Es wäre wünschenswert für alle unsere Produkte ein Bio-Siegel zu bekommen. Qualität ist unsere große Stärke, das wollen wir auch weiterhin verbessern.

Das Geschäft klein halten und dabei ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gewährleisten können. Und dabei natürlich respektvoll mit der Natur umgehen. Weniger ist mehr, richtig?

Interview durchgeführt am 03.02.2021

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